Hvar auf der Insel Hvar in Kroatien
Kroatien, das bis 1991 zu Jugoslawien gehörte, ist ein Land im Südosten Europas. Ein Großteil Kroatiens liegt am Adriatischen Meer. Die bekanntesten Urlauberregionen sind Istrien und Dalmatien. Dalmatien befindet sich im Süden Kroatiens und erstreckt sich von Zadar bis Kotor. Zahlreiche interessante Orte aber auch viele Inseln kann es sein Eigen nennen. Zu einer der beliebtesten und auch sonnenreichsten Inseln zählt Hvar in Mitteldalmatien. Das in der Antike unter dem Namen Pharos bekannte, lang gestreckte Hvar ist die viertgrößte der Adriainseln. Hier herrscht auf einer Fläche von beinahe 300 km² sehr mildes Mittelmeerklima. Bei einer Länge von etwa 68 Kilometern und einer Breite von maximal 11 Kilometern lässt sich die Insel bequem erkunden.
Mitten durch die Insel verläuft ein Bergkamm, dessen höchste Erhebung der Sveti Nikola mit 628 Metern ist. Einst bedeckte Wald die heute beinahe „nackte“ Insel. Dominiert wird Hvar nun von kahlem Felsgestein sowie von Macchia und einigen Steineichen und Kiefern. Wasserläufe gibt es hier keine. Die größeren Orte Stari Grad, Jelsa, Vrboska und Hvar liegen an der Küste.
Wer nach Hvar mit dem Auto anreist, der nimmt am besten von Split aus die Fähre nach Stari Grad. Auch von Ancona in Italien aus kann man in der Hauptsaison per Schiff nach Hvar gelangen. Mit dem Flugzeug kommend, wird man wahrscheinlich ebenfalls in Split landen. Weitere Möglichkeiten sind die Flughäfen in Dubrovnik beziehungsweise auf Brac. Von Split aus gelangt man dann mit dem Katamaran nach Jelsa oder in die Stadt Hvar.
Besonders die in einer kleinen Bucht am Westende der Insel liegende Stadt Hvar ist zu einem beliebten Urlauberziel bei Jung und Alt geworden. Umgeben ist sie von dem typischen Karstland, das steil ins Meer fällt. Bereits im 1. Jahrtausend vor Christi existierte hier nördlich des heutigen Stadtplatzes eine illyrische Siedlung. Im 4. Jahrhundert vor Christi siedelten sich dann in Hvar die Griechen an. Sie nannten den Ort Dimos.
Die Stadt Hvar hält zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote für seine Besucher bereit. So kann sie auch den größten Stadtplatz – den Pjaca – ganz Dalmatiens ihr Eigen nennen. Der zur Meerseite hin offene Platz wurde bereits Mitte des 15. Jahrhunderts gestaltet. Noch heute ist hier der Brunnen sowie eine steinerne Säule zu bewundern.
Viele der Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Nähe des Hafens. So zählen beispielsweise das aus dem Jahr 1579 stammende Arsenal – mit dem geschichtsträchtigen Theater – sowie die gegenüberliegende Loggia, ein Renaissancepalast, zu den sehenswerten Bauten der Stadt. Selbstverständlich darf ein Besuch der Kathedrale Sveti Stefan aus dem 16. Jahrhundert mit dem angrenzenden Bischofspalais, in dem der Domschatz aufbewahrt wird, nicht fehlen.
Zahlreiche Festungen prägen das Bild der Stadt. So wird Hvar von der Festung Španjola, von wo aus man einen fantastischen Blick auf die Altstadt sowie die vorgelagerte Hölleninsel – Pakleni Otoci – genießen kann, überragt. Bereits in der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends vor Christi stand hier erwiesenermaßen eine Verteidigungsanlage. Die Festung in der heutigen Form wurde aber erst 1557 unter den Venezianern gemeinsam mit spanischen Soldaten erbaut. Östlich von Španjola wurde auf einem kleinen Berg in etwa 228 Metern Höhe 1811 unter Napoleonischer Besatzung eine kleine Festungsanlage errichtet, die auch heute noch den Namen Napoleons trägt und ein Observatorium beherbergt. Ebenfalls 1811 unter französischer Herrschaft erbaut wurde die – heute nur noch als Ruine erkennbare – Festung Baterija auf dem Križni rat. Westlich des Hafens war bis 1807 auf dem dortigen Berg Sveta Katarina ein Kloster gelegen, das abermals im Jahre 1811 zu einer Festung umgebaut wurde. Heute finden hier kulturelle Veranstaltungen statt.
Wer durch die Stadt Hvar geht, der wird noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten entdecken können. Ein Bummel durch die alten Gassen, eine Einkehr in eines der vielen Straßencafés oder aber ein Tag an einem der herrlichen umliegenden Strände ist ein Labsal für die Seele. Wer sich ins Nachtleben stürzen will, dem bietet die Stadt auch einige Besonderheiten.

